Rechner · Prognose
Was bringt dir das Altersvorsorgedepot?
3 Minuten Aufwand — du bekommst eine transparente Modell-Rechnung. Zulagen, Steuervorteil, Endkapital, monatliche Rente. Und den ehrlichen Vergleich mit Riester (Bestand), Rürup und einem freien ETF-Depot ohne Förderung.
🔒 Keine Registrierung · Rechnung läuft lokal in deinem Browser · zur Verbesserung des Rechners werten wir anonymisiert aus, welche Konfigurationen typisch sind (nur Buckets, keine Namen, keine E-Mails, keine IP). Details in der Datenschutzerklärung.
Deine Kern-Angaben · 30 Sekunden
4 Angaben reichen für die erste Prognose
Alter heute: 38 J.
In Euro pro Jahr
Förderberechtigt bei einem Elternteil
Volle Zulagen ab 25 €/Monat
⚙ Feineinstellungen anpassen (Rentenbeginn, Berufsstatus, Steuerklasse, Anlage-Modus, eigene Rendite)
Frühestens 65, spätestens 70 im AVD.
Die Brutto-Rendite gilt gleichermaßen für alle Produkte — nur so ist der Vergleich fair. Der Unterschied kommt aus Kosten, Steuern und Zulagen.
Wirkt sich auf die Abgeltungsteuer-Belastung im freien ETF-Depot aus (25 % KapESt + Soli + KiSt).
🎁 Ich habe schon einen Riester-Vertrag (dann rechnen wir Wechsel vs. weiterlaufen durch)
Wie funktioniert dieser Rechner?
Welche Eingaben brauche ich?
Der Wizard fragt in drei Schritten das ab, was für eine belastbare AVD-Modellrechnung nötig ist: dein Alter und geplantes Rentenalter (bestimmt Ansparzeit und Zinseszins-Fenster), dein monatlicher Sparbeitrag und dein Berufsstatus (Angestellter / Selbstständiger / Beamter — beeinflusst Förderberechtigung), sowie deinen Grenzsteuersatz und Kinderzahl (Zulagen + Sonderausgabenabzug). Optional kannst du eine Wunsch-Renditeannahme setzen; Default ist eine konservative Aktien/ETF-Annahme.
Was sagt das Ergebnis aus?
Du bekommst vier parallele Endkapital-Kurven bis zum Rentenalter: AVD (mit Zulagen + Steuervorteil eingerechnet), freies ETF-Depot (ohne Förderung, mit Vorabpauschale + 25 % KapSt auf Auszahlung), Riester-Bestand (nur relevant wenn du einen Altvertrag hast) und Basisrente / Rürup (Vollabzug in der Ansparphase, nachgelagerte Volleinkommensteuer in der Rente). Ergänzt um die rechnerische Monatsrente — realistisch, nicht dramatisiert. Alle Werte inflationsbereinigt („heutige Kaufkraft"), damit du sie einordnen kannst. Die Modellrechnung ist keine Prognose: sie nimmt konstante Rendite und aktuelles Steuerrecht an. Beides ändert sich.
Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?
Kurzantwort: für die meisten Sparer eine spürbare Verbesserung gegenüber Riester, aber kein Ersatz für individuell passende Lösungen. Vier Konstellationen, in denen das AVD besonders stark ist:
- Junge Berufseinsteiger unter 25: Der einmalige Berufseinsteigerbonus von 200 € kommt oben drauf, und der lange Zeithorizont maximiert den Zinseszinseffekt der Aktien/ETF-Anlage.
- Familien mit Kindern: bis zu 300 €/Kind Kinderzulage pro Jahr — deutlich mehr als bei Riester (185 € bzw. 300 € nur für Kinder ab 2008). Ein AVD mit 2 Kindern kann jährlich rund 1.140 € Zulagen einsammeln.
- Selbstständige: Erstmals in einem geförderten Basisprodukt drin — Riester war nur für Selbstständige mit Rentenversicherungspflicht offen (z. B. Handwerker in der Handwerksrolle) oder mittelbar über den rentenversicherungspflichtigen Ehepartner. Single-Selbstständige ohne diese Konstellation fielen bisher komplett raus. Kombination mit Rürup bleibt sinnvoll (Rürup für den maximalen Sonderausgabenabzug bis zum Höchstbetrag, AVD für Flexibilität und Zulagenmitnahme).
- Bestehende Riester-Sparer, die die Kapitalgarantie stört: Wechsel des Fördersystems oder neuer Parallelvertrag. Der Altvertrag genießt Bestandsschutz — kein Zwang.
Altersvorsorgedepot im Vergleich
Vier ehrliche Blicke — jedes Produkt hat einen Zweck, das AVD ist nicht die Antwort auf alles.
Wo das AVD nicht passt
Dieser Rechner ist nicht dazu da, dich zum AVD zu bewegen. Er soll ehrlich zeigen, ob es zu dir passt. Fünf Konstellationen, in denen das AVD nicht die erste Wahl ist:
- Kurzer Zeithorizont (unter 15 Jahren bis Rente): Aktienrisiko in der Endphase kann die Rendite auffressen, die die Zulagen bringen. Anleihen-schweres AVD verliert einen Großteil des Renditevorteils gegenüber Riester.
- Hoher Grenzsteuersatz in der Rente absehbar: Bei nachgelagerter Vollbesteuerung kann ein freies ETF-Depot mit Sparerpauschbetrag und 25 % KapSt langfristig günstiger auszahlen als ein hochbesteuertes AVD.
- Bedarf an Flexibilität: Wer regelmäßig entnehmen können muss (Selbstständige mit schwankendem Einkommen, junge Familien mit Immobilienplänen), sollte den Großteil im freien Depot halten. AVD ist bis Rentenbeginn effektiv gebunden.
- Angestellte mit starkem AG-Zuschuss zur bAV: Die 15 %-Pflicht (oft freiwillig 20 %) plus SV-Ersparnis schlagen die AVD-Zulagen bei niedrigen bis mittleren Einkommen. AVD ist dann Zweitprodukt, nicht Kern.
- Hohe Kostenaversion: 1 % Effektivkosten p. a. sind gedeckelt, aber real — ein selbst geführtes ETF-Depot liegt bei 0,1–0,3 %. Über 30 Jahre macht das schnell 20 % Endkapital-Unterschied aus, den die Förderung kompensieren muss.
Ehrlicher Hinweis: Die konkreten AVD-Regeln (Zulagenhöhen, Kostendeckel, Auszahlungsmodalitäten) beruhen auf dem BMF-Entwurf zum Altersvorsorge-Reformgesetz und den bislang veröffentlichten Positivlisten. Kleinere Änderungen bis zur finalen Verabschiedung sind möglich. Details, laufende Updates und Quellen findest du auf der Altersvorsorgedepot-Übersichtsseite.
AVD-Warteliste · Start 2027
Kostenlos vormerken lassen →
Trag dich ein und erhalte den Startschuss, sobald die ersten AVD-Produkte auf der BMF-Positivliste erscheinen — mit direkter Vergleichs-Möglichkeit.
Häufige Fragen zum AVD-Rechner
Wie hoch sind die AVD-Zulagen genau?
Grundzulage bis 540 €/Jahr — gezahlt als Staffel: 50 Cent pro Euro auf die ersten 360 €/Jahr Eigenbeitrag (= 180 € Zulage), danach 25 Cent pro Euro bis zum geförderten Höchstbetrag von 1.800 €/Jahr (= weitere 360 € Zulage). Zusammen ergibt das die maximalen 540 €. Kinderzulage bis 300 €/Kind pro Jahr. Einmaliger Berufseinsteigerbonus 200 € bei Vertragsabschluss vor Vollendung des 25. Lebensjahres. Quelle: BMF-FAQ Stand 05.05.2026 (dokumentiert 1:1 auf unserer AVD-Übersichtsseite).
Wie viel darf ich maximal einzahlen?
Der geförderte Höchstbetrag beträgt 1.800 €/Jahr Eigenbeitrag — bis zu dieser Grenze fließen Zulagen und Sonderausgabenabzug. Höhere Einzahlungen sind je nach Vertragsgestaltung möglich, werden aber nicht mehr gefördert. Wichtig: der geförderte Höchstbetrag gilt personenbezogen, nicht pro Vertrag — mehrere Verträge erhöhen den Fördertopf nicht (analog zur bestehenden Riester-Regelung nach § 10a EStG). Quelle: BMF-FAQ Stand 05.05.2026.
Kann ich das AVD in ETFs anlegen?
Ja — die gesetzliche Positivliste erlaubt ausdrücklich Aktien-ETFs, gemischte ETFs, Renten-ETFs und einige Fondskonstruktionen. Keine Kapitalgarantie-Pflicht (das ist der Kernunterschied zu Riester). Anbieter dürfen ein Standarddepot oder ein Wahldepot anbieten; Kostendeckel: max. 1 % Effektivkosten p. a. beim Standarddepot.
Wie läuft die Auszahlung ab?
Auszahlungsbeginn frühestens ab dem 65. Lebensjahr, spätestens mit Vollendung des 70. Lebensjahres — innerhalb dieses Fensters wählst du selbst. Bis zu 30 % dürfen als Einmalzahlung entnommen werden, die restlichen 70 % werden als lebenslange Rente ausgezahlt. Die gesamte Auszahlung unterliegt der nachgelagerten Besteuerung mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz in der Rentenphase (der meist niedriger ist als im Berufsleben).
Was passiert bei vorzeitiger Kündigung?
Rückzahlungspflicht für alle empfangenen Zulagen und den Steuervorteil aus dem Sonderausgabenabzug. Wirtschaftlich in der Regel ein Nullsummenspiel oder Verlust. Ausnahme (nach aktuellem Stand): Entnahme für selbstgenutzten Wohnimmobilienerwerb ist zulassungsfähig — Details klärt der Anbietervertrag.
Wie hoch sind die Kosten?
Beim Standarddepot ist der Kostendeckel gesetzlich auf max. 1 % Effektivkosten p. a. festgeschrieben. Beim Wahldepot gibt es keinen Deckel, dort ist Preisvergleich Pflicht. Zum Vergleich: ein selbst geführtes ETF-Depot liegt bei 0,1–0,3 % p. a., moderne Riester-Fondstarife häufig 1–2 % p. a., gute fondsgebundene bAV-Direktversicherungen können ebenfalls unter 1 % p. a. liegen — Kostenvergleich lohnt sich in jeder Kategorie.
Wie unterscheidet sich AVD von der bAV?
Die bAV (Direktversicherung nach § 3 Nr. 63 EStG) spart Steuern UND Sozialabgaben in der Ansparphase — der Nettoaufwand ist daher niedriger. Zusätzlich gibt es den AG-Pflichtzuschuss von 15 % (§ 1a Abs. 1a BetrAVG). Das AVD hat keine SV-Ersparnis, dafür Zulagen und höhere Aktienquote-Flexibilität. Bei Angestellten mit starkem AG-Zuschuss ist bAV meist die erste Wahl, AVD ergänzt. Für Selbstständige ist es umgekehrt.
Lohnt sich AVD auch für Selbstständige?
Grundsätzlich ja — Selbstständige waren bei Riester nur unmittelbar förderberechtigt, wenn sie in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind (z. B. Handwerker in der Handwerksrolle nach § 2 Nr. 8 SGB VI) oder mittelbar über einen rentenversicherungspflichtigen Ehepartner. Alle anderen (der Großteil, insbesondere freiberuflich Tätige und Single-Selbstständige) waren komplett raus. Mit dem AVD bekommen sie erstmals Zugang zu einem geförderten Basisprodukt mit Aktienfokus (über Aktien-ETFs/Fonds gemäß gesetzlicher Positivliste, keine Einzelaktien). In Kombination mit Rürup (Basisrente) für den vollen steuerlichen Sonderausgabenabzug entsteht eine sinnvolle Vorsorge-Grundstruktur. AVD sollte dabei nicht Rürup ersetzen, sondern ergänzen: Rürup für den maximalen Steuerabzug (100 % der Beiträge als Sonderausgaben bis zum Höchstbetrag — 2026 rund 30.826 €/Alleinstehende bzw. 61.652 €/Zusammenveranlagung), AVD für Zulagenmitnahme und mehr Flexibilität bei der Auszahlung.
