Was ist eine Bauleistungsversicherung?
Die Bauleistungsversicherung schützt dein Bauvorhaben während der gesamten Bauzeit vor unvorhergesehenen Schäden. Versichert ist die eigentliche Bauleistung – also alles, was auf der Baustelle bereits verbaut, angeliefert oder gelagert wurde. Typische Schadenursachen sind Sturm, Starkregen, Überschwemmung, Vandalismus, Diebstahl von bereits verbautem Material oder auch Konstruktions- und Ausführungsfehler, die zu Folgeschäden führen.
Anders als die Bauherrenhaftpflicht, die Schäden gegenüber Dritten abdeckt, greift die Bauleistungsversicherung, wenn dein eigenes Bauwerk beschädigt wird. Gerade in der Rohbauphase ist ein Gebäude besonders anfällig – ein umgestürztes Gerüst nach einem Sturm oder ein Wasserschaden durch unsachgemäß verlegte Leitungen kann schnell mehrere Zehntausend Euro kosten.
Wer braucht das?
Jeder, der baut, trägt bis zur Bauabnahme das volle Risiko für Schäden am Rohbau – unabhängig davon, ob privat gebaut oder gewerblich investiert wird. Die Versicherung ist deshalb für nahezu jedes Bauvorhaben sinnvoll.
- Private Bauherren, die ein Einfamilienhaus errichten
- Bauträger und Projektentwickler mit mehreren Bauvorhaben gleichzeitig
- Investoren in Kapitalanlageimmobilien, die einen Neubau oder eine Sanierung finanzieren
- Handwerksbetriebe, die im Auftrag bauen und mitversichert werden möchten
- Umbau- und Sanierungsprojekte an bestehenden Gebäuden
Worauf du beim Vergleich achten solltest
Deckungssumme richtig kalkulieren
Die Versicherungssumme sollte den gesamten Bauwert abdecken – also Material- und Lohnkosten zusammen. Wird zu niedrig versichert, drohst du im Schadenfall eine Unterversicherung, bei der der Versicherer nur anteilig zahlt. Kalkuliere lieber mit einem kleinen Puffer, falls sich die Baukosten während der Bauzeit erhöhen.
Bauzeit und Nachhaftung
Achte auf die vereinbarte Bauzeit im Vertrag. Verzögert sich das Projekt, etwa durch Lieferschwierigkeiten oder Wetter, muss die Versicherung verlängert werden – sonst besteht in der Verzögerungsphase keine Deckung. Manche Tarife bieten eine automatische Nachhaftung von einigen Wochen an.
Häufige Fallstricke
- Ausschluss von Konstruktionsfehlern: Nicht jeder Tarif deckt Schäden durch fehlerhafte Bauausführung – hier lohnt sich ein genauer Blick ins Kleingedruckte
- Selbstbehalte: Bei kleineren Schäden kann sich ein hoher Selbstbehalt kaum lohnen, prüfe die Höhe im Verhältnis zur Prämie
- Fehlende Mitversicherung von Fremdgewerken: Wenn mehrere Handwerksbetriebe beteiligt sind, sollte klar geregelt sein, wessen Leistung mitversichert ist
Ein Vergleich lohnt sich vor allem deshalb, weil sich die Prämien je nach Bauvolumen, Bauart und Region deutlich unterscheiden können.
Mein Beitrag als ungebundener Makler
Als ungebundener Makler schaue ich mir dein konkretes Bauvorhaben an und ermittle die passende Deckungssumme sowie die realistische Bauzeit. Ich vergleiche die Angebote verschiedener Gesellschaften, kläre offene Fragen zu Ausschlüssen und übernehme bei Bedarf das komplette Wechselmanagement, falls du einen bestehenden Vertrag anpassen möchtest. Auch im Schadenfall bin ich an deiner Seite und begleite die Meldung gegenüber dem Versicherer. Melde dich einfach per WhatsApp oder E-Mail – unkompliziert und ohne langes Formularausfüllen.
