Langlebigkeitsrisiko
Definition
Das Langlebigkeitsrisiko ist die Gefahr, das angesparte Kapital zu überleben, also länger zu leben als die Vorsorge reicht. Die lebenslange Leibrente sichert dieses Risiko ab. Sie fließt unabhängig vom erreichten Alter weiter, auch wenn das eingezahlte Kapital rechnerisch längst aufgebraucht ist. Der Versicherer trägt das Risiko und kalkuliert es über die Gemeinschaft aller Versicherten. Bei einem befristeten Auszahlplan ist das anders. Die Zahlungen laufen über einen festgelegten Zeitraum, danach ist das Kapital ggf. aufgebraucht. Wer länger lebt, hat aus diesem Vertrag keine Leistung mehr. Das Langlebigkeitsrisiko bleibt hier beim Sparer. Im Alltag bedeutet das: Ein Auszahlplan bringt meist höhere monatliche Beträge, weil er auf eine begrenzte Laufzeit rechnet. Die lebenslange Rente zahlt weniger, dafür bis zum Lebensende. Wer eine hohe Lebenserwartung hat oder auf Nummer sicher gehen will, sollte zumindest einen Teil verrenten.
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