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Hausrat-Versicherungssumme berechnen

Ermittle in unter einer Minute die passende Versicherungssumme für deine Hausratversicherung — nach marktüblicher Quadratmeter-Pauschale.

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Deine Wohnung

Wohnfläche und Basisdaten.

Wie ist Wohnfläche definiert?

Wohnfläche ist alles, was zu Wohnzwecken genutzt wird. Küche, Bad und ausgebauter Hobbyraum zählen mit. Keller, Dachboden und Garage zählen nicht mit — es sei denn, sie sind zu Wohnzwecken ausgebaut. Wichtig zu wissen: Der Kellerinhalt ist trotzdem mitversichert, obwohl die Kellerfläche nicht in die Berechnung eingeht.

Was ist der Unterversicherungsverzicht?

Wenn du die marktübliche Pauschale je m² einhältst (typisch 650 €), verzichtet der Versicherer im Schadenfall in der Regel auf die Prüfung, ob du unterversichert bist. Das ist der eigentliche praktische Vorteil der Pauschal-Methode. Ohne Unterversicherungsverzicht kann jeder Schaden anteilig gekürzt werden — auch der kleine Wasserschaden.

Warum werden Wertsachen separat behandelt?

Schmuck, Uhren, Bargeld, Kunst und Antiquitäten fallen in der Hausratversicherung unter das Wertsachen-Sublimit — meist begrenzt auf einen Prozentsatz der Gesamtsumme, und für Bargeld/Schmuck außerhalb eines Tresors nochmals deutlich enger. Wer höhere Werte hat, sollte eine gesonderte Wertsachen-Versicherung prüfen oder eine Sicherungsvereinbarung (Tresor mit Widerstandsklasse) treffen.

Fahrräder und E-Bikes

Fahrraddiebstahl ist in der Grunddeckung nicht enthalten — nur mit Zusatzbaustein. Und der greift meist nur bei Diebstahl aus verschlossenen Räumen, nicht auf der Straße. Für E-Bikes gelten oft eigene Regeln (Akku-Diebstahl, Wertgrenzen). Wer teure Räder hat, prüft besser eine separate Fahrradversicherung.

Elementarschäden: der oft vergessene Baustein

Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch, Schneedruck und Erdbeben sind nicht Teil der Grunddeckung. Nur mit dem Baustein Elementarschäden bist du gegen diese Ereignisse versichert. Bei zunehmenden Starkregen-Ereignissen ist das kein Nice-to-have mehr, sondern für die allermeisten Haushalte sinnvoll. Wer an einem Fluss, in Hanglage oder in einem bekannten Risikogebiet wohnt, sollte unbedingt aktivieren.

Anpassen — nicht vergessen

Nach jeder größeren Anschaffung (neue Küche, neuer TV, neue Möbel, Umzug in größere Wohnung) muss die Versicherungssumme geprüft und ggf. angepasst werden. Sonst kann bei einem Großschaden die Unterversicherung greifen — und das trifft dann alle Schäden, nicht nur die neuen Anschaffungen. Faustregel: mindestens alle 3 Jahre einen Blick drauf werfen.

Häufige Fragen

Wie ist Wohnfläche definiert?

Alle Flächen, die zu Wohnzwecken genutzt werden — Wohn- und Schlafräume, Küche, Bad, ausgebauter Hobbyraum, ausgebauter Dachboden. Keller, unausgebauter Dachboden und Garage zählen nicht mit. Wichtig zu wissen: Der Inhalt deines Kellerabteils bleibt trotzdem mitversichert, obwohl die Fläche nicht in die Berechnung eingeht.

Was ist Unterversicherungsverzicht?

Wenn du die marktübliche Pauschale je m² (bei den meisten Versicherern 650 €) einhältst, verzichtet der Versicherer im Schadenfall in der Regel auf die Prüfung, ob deine Summe für den tatsächlichen Hausrat ausreicht. Ohne diesen Verzicht kann jeder Schaden anteilig gekürzt werden — auch der kleine Wasserschaden. Praktisch der wichtigste Vorteil der Pauschal-Methode; steht aber nicht automatisch drin, sondern muss vereinbart sein.

Sind meine Wertsachen voll versichert?

Nur bis zum vereinbarten Sublimit — typisch 20 % der Gesamtsumme. Für Bargeld, Schmuck und Uhren außerhalb eines geprüften Tresors gelten nochmals deutlich engere Grenzen (oft nur wenige Tausend Euro). Wer höhere Werte hat, sollte entweder das Sublimit anpassen, einen Tresor mit passender Widerstandsklasse anschaffen oder eine separate Wertsachen-Police prüfen.

Ist mein Fahrrad im Keller mitversichert?

Nur bei Einbruchdiebstahl aus einem verschlossenen Kellerraum — das ist in der Grundversicherung enthalten. Für einfachen Diebstahl (z. B. am Bahnhof, an der Straße, im Café) brauchst du den Zusatzbaustein "Fahrraddiebstahl". Für E-Bikes gelten oft eigene Regeln (Akku-Diebstahl, Wertgrenzen) — bei teuren Rädern lohnt sich meist eine separate Fahrradversicherung.

Brauche ich Elementarschutz?

Für die allermeisten Haushalte inzwischen ja. Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch, Schneedruck und Erdbeben sind nicht in der Grundpolice enthalten — nur mit dem Baustein Elementarschäden. Die Häufigkeit von Starkregen-Ereignissen wächst; in Gewässer- oder Hanglagen und in bekannten Risikogebieten ist die Deckung praktisch unverzichtbar. Der Beitragsaufschlag ist im Verhältnis zum Risiko meist überschaubar.

Was ist bei einem Arbeitszimmer zu beachten?

Rein beruflich genutzte Gegenstände sind in der privaten Hausratversicherung oft nur begrenzt oder gar nicht gedeckt — dazu zählen Firmen-Laptop, Fachliteratur, Berufsausstattung und Muster. Für ausschließlich betrieblich genutzte Räume brauchst du meist eine separate Bürorisiko- oder Inhaltsversicherung. Bei Mischnutzung (Homeoffice + privat) lohnt sich ein klärender Anruf beim Versicherer — die Bedingungswerke unterscheiden sich stark.

Muss ich die Summe nach einer Anschaffung anpassen?

Ja, spätestens nach Umzug in eine größere Wohnung, einer neuen Küche oder einer größeren Elektronik-Anschaffung. Wird die Summe zu niedrig, greift bei einem Großschaden die Unterversicherung und trifft alle betroffenen Sachen anteilig — nicht nur die neuen. Als Faustregel: alle 3 Jahre einen Blick drauf werfen, bei größeren Anschaffungen sofort.

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